Stifter ABC

Anerkennung

Eine Stiftung des privaten Rechts muss durch einen staatlichen Verwaltungsakt der zuständigen Landesbehörde (ADD Trier) als rechtsfähig anerkannt werden.

Förderung

Gefördert werden grundsätzlich alle Maßnahmen zur Unterstützung von Bildung, Ausbildung und Integration junger Menschen aus der Stadt und der Verbandsgemeinde Konz. Aber auch Jugend-projekte zur Förderung sozialer Kompetenzen z.B. in den Bereichen der Betreuung älterer oder be-hinderter Menschen sowie der Umwelt-, Naturschutz und Denkmalpflege können unterstützt wer-den.

Konzer Doktor

Den Beinamen „Konzer Doktor“ verdanken die Konzer Bürger dem früheren Pfarrer und Schulvisitator Georg Josef Ignaz Canaris (1740 – 1819), denn er sorgte seit 1775 vorbildlich dafür, dass die Kon-zer Jugend eine grundlegende Schulbildung erhielt.

Kontrolle

Die Kontrolle der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Einnahmen und Ausgaben der Stiftung ob-liegt zum einen dem Stiftungsrat und zum anderen der ADD, die als staatliche Instanz für die Überwachung der Stiftungstätigkeit zuständig ist.

Ferner wird die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung eine Zertifizierung beim Bundesverband der Bürgerstiftungen anstreben.

Spenden

Spenden sind freiwillige Zuwendungen (ohne Gegenleistung) an steuerbegünstigte Organisationen. Stiftungen dürfen Spenden annehmen und sind verpflichtet, sie zeitnah zu verwenden. Sie fließen dem laufenden Haushalt der Stiftung zu und können nicht dem Stiftungsvermögen zugeführt wer-den.

Stifter

Als Stifter wird die Person bezeichnet, die die Stiftung errichtet, d.h. mit Gründungsvermögen aus-stattet. Der Stifter legt in der Satzung die Ziele und Zwecke seiner Stiftung fest. Bei der Bürgerstiftung handelt es sich in der Regel um mehrere Stifter. Stifter der Konzer-Doktor-Bürgerstiftung ist, wer als Bürger einen Mindestbetrag von 500 € und als juristische Person einen Mindestbetrag von 5.000 € eingebracht hat.

Stifterforum

Das Stifterforum besteht aus den Stiftern, d. h. aus Personen, die einen vom Stiftungsrat bestimmten Mindestbetrag gestiftet oder zugestiftet haben. Die Zugehörigkeit besteht auf Lebenszeit. Sie ist weder übertragbar noch geht sie mit dem Tode des Stifters auf dessen Erben über.

Juristische Personen können dem Stifterforum nur unter der Bedingung und so lange angehören, als sie eine natürliche Person zu ihrem Vertreter in das Stifterforum bestellen und diesen der Stiftung schriftlich mitteilen.

Der Zuständigkeit des Stifterforums unterliegen die Kenntnisnahme des Wirtschaftsplanes für das je­weilige Haushaltsjahr sowie des Jahresabschlusses und des Tätigkeitsberichts des Vorjahres.

Stiftungsrat

Der Stiftungsrat hat die Aufgabe, die Geschäftsführung des Vorstands zu überwachen und ihn hin­sichtlich der strategischen Ausrichtung der Stiftungsarbeit sowie der Förderschwerpunkte zu bera­ten.

Stiftungsvorstand

Exekutivorgan einer Stiftung, führt in der Regel die laufenden Geschäfte einer Stiftung und vertritt die Stiftung nach außen hin.

Verpflichtungserklärung

Da die Gründung einer Bürgerstiftung sich manchmal über Monate hinzieht, ist es nicht zuletzt aus steuerrechtlichen Gründen sinnvoll, alle zukünftigen Gründungsstifter durch eine Verpflichtungser­klärung bindend schriftlich erklären zu lassen, bei Stiftungsgründung einen festgesetzten Betrag in die Stiftung einzubringen. Damit kann die Stiftung steuerlich begünstigt werden.

Zustiftung/Zustifter

Zustiftungen sind Zuwendungen zum Vermögen einer bestehenden Stiftung. Sie können durch den Stifter selbst oder durch Dritte (Zustifter) erfolgen. Zustiftungen müssen bei der Überweisung oder Übergabe vom Zuwender als solche ausdrücklich bezeichnet werden. Von ihnen dürfen nur die Er­träge zur Zweckverwirklichung herangezogen werden. Der Stiftungsrat beschließt über den Min­destbetrag für Zustiftungen. Jeder, der diesen Mindestbetrag nach Gründung der Stiftung leistet, ist ur Teilnahme am jährlichen Stiftungsforum eingeladen.